Wechseljahre bei Frau und Mann

Aktualisiert: Juli 15

Wechseljahresbeschwerden sind Zeichen eines sich verändernden Hormonsystems. Dabei ist der Körper während den Wechseljahren genauso wie in der Pubertät besonders anfällig für Disharmonien des Hormonsystems.

Typische Störungen sind:

  • Hitzewallungen, Schweissausbrüche

  • Libidomangel, Scheidentrockenheit was zu Schmerzen beim Geschlechtsverkehr und zu Scheidenentzündung und zu Blutungen führen kann

  • Gewichtszunahme, hauptsächlich um die Bauchregion

  • Erschlaffung des Bindegewebes, Haarausfall

  • Schlafstörungen aufgrund der nächtlichen Wallungen und Schweissausbrüche

  • Erhöhtes Risiko für Osteoporose

  • Verminderung des Selbstwertgefühls

  • Gedächtnisstörungen

  • Psychische Veränderungen

Im Vordergrund bei der Frau steht bei Wechseljahresbeschwerden die Östrogendominanz bzw. der Progesteronmangel, die im Zusammenhang mit einer verstärkten Ausschüttung der Stresshormone Adrenalin und Kortisol sowie einer Schilddrüsenunterfunktion Wechseljahresbeschwerden hervorrufen können.

Meist sind, entgegen der allgemeinen Meinung, nicht die „versagenden“ Eierstöcke das Hauptproblem der Wechseljahrsbeschwerden sondern die Nebennieren (die über eine lange Zeit geschwächt wurden) und überschüssiges Gewebsöstrogen. Was viele nicht wissen ist, dass Östrogen durch die Aromatisierung (Testosteron oder DHEA wird zu Östrogen) in fast jeder Körperzelle hergestellt werden kann, also nicht nur in den Eierstöcken. Stress, sowie das im Alter ansteigende FSH und LH verstärken diese Aromatisierung.

Das Gewebsöstrogen ist an hohen Kupferwerten erkennbar. Wenn die Leber überlastet ist, ist sie nicht mehr in der Lage das Östrogen abzubauen und es wird ins Gewebe verschoben.

Es kann dann gut sein, dass Östrogen im Blut oder auch Speichel nicht mehr sehr hoch ist, da die Eierstöcke nicht mehr soviel produzieren. Leider wird dann meistens auf ein Östrogenmangel gescholossen und Östrogenhaltige Substanzen verschrieben, welche dann das Ungleichgewicht noch mehr verstärken können.


Ähnlich wie bei den Menstruationsbeschwerden sind Wechseljahresbeschwerden heutzutage so normal, dass sie als etwas Unvermeidbares gelten. Dabei sollten die Wechseljahre lediglich dadurch gekennzeichnet sein, dass die Zyklen sich allmählich verlängern, die Blutmenge abnimmt bis die Menstruation schlisslich ganz versiegt (Menopause).

Der Wechsel des Hormonsystems ist dabei natürlich auch emotional eine Veränderung im Leben einer Frau. Sie wird in dieser Zeit noch einmal mit allen Themen, insbesondere den “unerledigten”, konfrontiert. Man bekommt hier noch einmal verstärkt die Chance seine ureigene Identität als Mensch zu finden. 


Tatsächlich lässt sich bei manchen Männern im Alter eine hormonelle Umstellung beobachten, die ähnliche Symptome verursacht wie die der weiblichen Wechseljahre. 

Die Menge des männlichen Sexualhormons Testosteron nimmt ab, währen gleichzeitig das Sexualhormon-bindende Globulin (SHBG) ansteigt. Dazu kommt einer Verringerung des DHEA (Dehydroepiandrosteron) und DHEAS (Dehydroepiandrosteronsulfat) Spiegel und auch die Konzentration des Wachstumshormons Somatropin nimmt ab.

Diese hormonellen Veränderungen Unterligen allerdings individuellen Unterschieden. Bei manchen Männern zeigt sich ein recht deutlicher Testosteron-Abfall, bei anderen dagegen kaum. 

Viele Männer sind auch im höheren Alter noch fortpflanzungsfähig und sexuell aktiv.