• Annic Scholer

Stressstoffwechsel und Östrogen - Auswirkungen auf Schwangerschaft, Geburt und Kind?

Wird eine Frau, die sich im Stressstoffwechsel befindet schwanger, hat dies Auswirkungen auf Schwangerschaft, Geburt und Kind.


Östrogen ist ein weibliches Sexualhormon, welches hauptsächlich in den Eierstöcken produziert wird. Männer haben von Natur aus nur eine geringe Mengen davon.

Es beeinflusst den Körper auf vielfältige Art und weise. So ist es neben der Stimulation des Eisprungs auch wichtig für die Förderung der Knochenbildung und auch für die Gesundheit von Herz und Gefässen. Zu den Östrogenen gehören das Östradiol, das Östron und das Östriol. Alle haben eigene Funktionen im Körper. Tritt eine Form gegenüber den anderen in den Vordergrund oder ist die Beziehung der gesamten Östrogene zu anderen Hormonen wir z.B. dem Progesteron gestört, kann dies zu zahlreichen Beschwerden führen:


- Wassereinlagerungen

- Kopfschmerzen

- PMS

- Stimmungsschwankungen

- Schilddrüsenfuktionsstörungen

- Abnehmende Libido

- Innere Unruhe

- Unfruchtbarkeit, etc.


In der ersten Zyklushälfte dominiert Östrogen. Es sorgt für die Neubildung der Gebärmutterschleimhaut und dafür, dass für den Fall der Empfängnis, genügend Fettreserven vorhanden sind. In dieser Zeit schütten die Nebennieren nur sehr geringe Mengen an Progesteron aus. Das Progesteron dient in der zweiten Zyklushälfte dazu die Gebärmutterschleimhaut zu erhalten, damit sich nach dem Eisprung das befruchtete Ei einnisten kann und wirkt darüber hinaus Ängsten, Depressionen und Wassereinlagerungen entgegen. Dazu kommt, das es die Verbrennung von Körperfett fördert. In dieser zweiten Zyklusphase schütten die Nebennieren vermehrt Progesteron aus.


Befindet sich der Körper im Stressmodus, schütten die Nebennieren die Stresshormone Adrenalin und Kortisol aus. Adrenalin vermittelt den Zellen "Achtung Lebensgefahr". Kortisol vermittelt den Zellen "wir verhungern", obwohl es massenweise Nahrung gibt. Der Körper schaltet in Überlebensmodus baut Muskeln ab und lagert Fett (vor allem im Bauchraum) ein.

Dabei reichen kleine Auseinandersetzungen mit dem Partner oder der Partnerin. Häufen sich diese oder kommen andere Stressfaktoren dazu, befinden wir uns im Dauerstressmodus.

Im Überlebensmodus stellt der Körper normalerweise die Fruchtbarkeit ein. Die Nebennieren drosseln die Progesteronproduktion. Östrogen und Kortisol hingegen bleiben erhalten.

Da Östrogen in erster Linie den Eisprung stimuliert, kann die Frau, solange noch etwas Progesteron in den Eierstöcken produziert wird, schwanger werden. Allerdings liegt bereits ein Progesteronmangel oder eine Östorgendominanz vor. Dies kann in den ersten drei Schwangerschaftsmonaten zu Übelkeit, Unruhe und weiteren Beschwerden führen. Auch ein Schwangerschaftsabbruch ist nicht ausgeschlossen. Auf Grund der hohen Ausschüttung von Stresshormonen kommt es zu Blutzuckerschankungen und Nährstoffmängeln was die Übelkeit verstärken kann. Schwankt der Blutzucker gerät das Progesteron nicht in die Zellen. Dabei kann die Schilddrüse in Mittleidenschaft gezogen werden.

Progesteron beschleunigt den Geburtsvorgang und wirkt Schmerzlindernd.


Kinder die unter Stressbelastung ausgetragen und geboren wurden haben nach der Geburt häufig selbst überaktive Nebennieren, z.B. "Schreikinder". Sie reagieren stärker auf Stress. Schwermetallbelastungen und eine gestörte Darmflora sind nicht auszuschliessen.











Annic Scholer

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