• Annic Scholer

Nebennierenschwäche und Nebennierenerschöpfung

Aktualisiert: Aug 17

Die Nebennierenschwäche und auch die Nebennierenerschöpfung sind keine von der Schulmedizin anerkannte Diagnosen sondern sie sind vielmehr funktionelle Störungen der Nebennieren. Diese funktionellen Störungen sind nicht mit dem Morbus Addison (sehr selten) zu verwechseln, der zu einem organischen Versagen der Nebennieren führt.

Am Anfang äussert sich eine Nebennierenschwäche oft durch eine Überaktivität der Nebennieren, wodurch in einem ersten Schritt verstärkt die Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin aus dem Nebennierenmark und in einem zweiten Schritt Kortisol aus den Nebennierenrinden, welches und langfristig auf Stress einstellt, ausgeschüttet werden. Die Nebennierenschwäche liegt dann vor, wenn die Nebennieren unregelmässig Stresshormone abgeben. Geschieht dies über einen längeren Zeitraum, können sich die Nebennieren erschöpfen. Sie fahren die Produktion von Kortisol zurück, während das Adrenalin steigt, was eine Notreaktion des Körpers ist, damit wir noch funktionieren können.

Wenn sehr niedrige Kortisolwerte und sehr hohe Adrenalinwerte vorhanden sind, liegt eine besonders starke Form der Nebennierenerschöpfung vor.

Der Körper versucht mit allen Mitteln dem Stress entgegen zu wirken indem er alle Ressourcen mobilisiert, die das Überleben des Körpers sichern und steckt diese in lebenswichtige Systeme. Dem entsprechend wird auch die Produktion aller anderen Hormone gedrosselt.

Häufige Symptome einer Nebennierenschwäche sind:

  • Erschöpfung

  • Müdigkeit

  • Antriebslosigkeit

  • oft auch Unterzuckerung bzw. Blutzuckerschwankungen

  • Stimmungsschwankungen

  • wenig Stressresistenz


Am Anfang einer Nebennierenschwäche kommt es häufig auch zu einer Verschiebung der Kortisolkurve. Das Kortisol sollte am morgen erhöht sein und im Laufe des Tages sinken und dann abends am niedrigsten sein.

Verschiebt sich die Kortisolkurve soweit, dass der Wert am Abend einen „Peak“ erreicht wird das Schlafhormon Melatonin unterdrückt. Die Folge sind Schlafprobleme. Durch diese Verschiebung fehlt wiederum Kortisol am Morgen und das Aufstehen fällt schwer. Auch Einbrüche am Nachmittag sind nicht selten.

Ist das Kortisol erschöpft wie bei der Nebennierenerschöpfung fühlt man sich den ganzen Tag schlapp. Oft kommt man nur noch mit Hilfe von Stimulanzien wie Kaffee oder Zucker durch den Tag.

Wie viele gesundheitliche Probleme sollte auch die Nebennierenschwäche oder Nebennierenerschöpfung immer im Gesamtzusammenhang eines geschwächten Organismus oder aus dem Ruder geratenen Hormonsystems gesehen werden.

Mit der Haarmineralanalyse ist es möglich ein Gesamtüberblick zu erhalten. Eine isolierte Messung von Hormonen macht als Ergänzung dazu Sinn.


Annic Scholer

078 919 68 79

annic.scholer@gmail.com

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