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Kryptopyrrolurie – Eine Stoffwechselstörung mit vielen Gesichtern

Aktualisiert: Aug 25

Die Kryptopyrrolurie (KPU) oder auch HPU (Hämopyrrollaktamurie) betrifft sehr viele Menschen. Man vermutet, dass ca. 10% der Menschen unter einer Kryptopyrrolurie leiden, Frauen häufiger als Männer. Die Stoffwechselstörung kann angeboren sein oder auch erst im späteren Leben erworben werden und wird von der Schulmedizin bis heute nicht anerkannt. Sie führt zu einem übermässigen Vitalstoffverlust, was zu Mangelerscheinungen und längerfristig zu chronischen Erkrankungen führen kann.

Was aber bedeutet der Begriff?

Krypto bedeutet soviel wie "versteckt" oder "nicht sichtbar".

Die Pyrrole sind Stoffwechselabbauprodukte des Häms. Das Häm ist einerseits Bestandteil des Hämoglobins (des roten Blutfarbstoffes), andererseits ist das Häm auch Teil der Entgiftungsenzyme in der Leber.

Urie bedeutet, dass etwas mit dem Urin ausgeschieden wird.

Somit handelt es sich bei der Kryptopyrrolurie um nicht sichtbare Pyrrole die mit dem Urin ausgeschieden werden.

Pyrrole scheidet jeder Mensch aus. Menschen mit KPU/HPU scheiden besonders viele Pyrrole aus. Vermutet wird ein Enzymdefekt im Bereich der Hämbildung. Da Pyrrole, wenn sie mit dem Urin ausgeschieden werden, den Körper nicht alleine verlassen sondern sich zuvor an bestimmte lebenswichtige Vitalstoffe binden, entstehen bei den betroffenen grosse Mängel an gewissen Vitalstoffen. Dies geschieht häufig dann, wenn die Betroffenen Stresssituationen ausgesetzt sind. Je mehr Stress ein Mensch hat, desto mehr Pyrrole und somit Vitalstoffe werden ausgeschieden.

Bei den Vitalstoffen, die gemeinsam mit den Pyrrolen den Körper verlassen, handelt es sich hauptsächlich um Vitamin B6, Zink und Mangan. Folglich kommt es bei KPU/HPU zu vielen Symptomen, die auf einen massiven Vitalstoffmangel zurückzuführen sind.

Die Pyrrole können sich aber vermutlich auch im Muskelgewebe einlagern, was zu Gliederschmerzen oder zu Symptomen führen kann, die an eine Fibromyalgie erinnern. Dazu kommt, dass die körpereigene Entgiftungsfähigkeit bei Menschen mit KPU/HPU schlecht ist. Oftmals werden Medikamente nur schlecht vertragen und wirken viel stärker.


Schauen wir uns diese drei Nährstoffe genauer an:

Vitamin B6 ist an der Funktionsweise von annähernd 200 Enzymen beteiligt. Es ist überdies ein wichtiger Mitarbeiter bei der Blutbildung, der Zellteilung, im Eiweissstoffwechsel, bei der körpereigenen Abwehr und auch bei der Serotoninherstellung.

Zink ist ebenfalls ein Vitalstoff mit sehr vielen lebenswichtigen Aufgaben im Körper. Er ist gar an über 300 Enzymaktivitäten beteiligt. Da sich die Aufgabenbereiche des Zinks gelegentlich mit jenen des Vitamin B6 überschneiden, verstärken sich natürlich auch die entsprechenden Mangelsymptome.

Mangan ist ein wichtiger Nährstoff in Bereich der Energiegewinnung auf Zellebene. Es ist dafür verantwortlich, dass der Energiestoffwechsel unserer Zellen reibungslos funktioniert. Es ist an der Bildung von Knochen und Knorpel, dem Auf- und Abbau von Kohlenhydraten und Aminosäuren sowie an der Entgiftung des Körpers beteiligt.


Mögliche Symptome bei KPU bzw. Mängeln an obergenannten Vitalstoffen:

  • Blutbildungsstörungen (Anämien), die zu Blässe, Konzentrationsstörungen und Müdigkeit führen

  • Entzündliche Hautveränderungen im Bereich von Mund, Nase und Augen, z. B. Rötung, Schwellung und Spannung der Lippen, Mundwinkelrisse (Rhagaden), entzündliche Schleimhäute im Mund und an der Zunge, Akne, trockene, schuppende Haut

  • Haarausfall

  • Schlafstörungen

  • Depressionen und Reizbarkeit, andere psychische Störungen

  • Chronische Müdigkeit

  • Schilddrüsen- und Hormonstörungen

  • Unfruchtbarkeit

  • Infektanfälligkeit, schwaches Immunsystem

  • Muskelschwäche

  • Infektanfälligkeit, schwaches Immunsystem, Wundheilungsstörungen

  • schlechte Entgiftung

  • Schlechte Verträglichkeit von Alkohol

  • Schwindel

  • Ängste

  • Überempfindlichkeit gegen Umweltgifte, Tabakrauch, Pestizide

  • Störungen im Bereich des Kohlenhydrat- und Eiweissstoffwechsels

  • Schlechtes Kurzzeitgedächtnis

  • Schwierigkeiten sich Namen zu merken

  • Weisse Flecken auf den Nägeln

  • Das Gefühl Zusammenhänge in vielen Bereichen besser zu verstehen als andere

  • Sich alles aufschreiben, da es sonst vergessen geht.

Die KPU wird mittels eines Urintest diagnostiziert.

Annic Scholer

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annic.scholer@gmail.com

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