• Annic Scholer

Immunsystem


Unser Immunsystem ist lebenswichtig. Es schützt unseren Körper vor Schadstoffen, Krankheitserregern und krankmachenden Zellveränderungen.

Die Hauptdarsteller im Immunsystem sind die weissen Blutkörperchen. Sie befinden sich u.a. im Blut und der Lymphe und kommunizieren durch sogenannte Botenstoffe miteinander. So weiss jede Abwehrzelle was sie zu tun hat und welche eindringenden Mikroorganismen wie Bakterien, Viren, Pilze, etc. sie unschädlich machen muss.

Dabei gibt es verschiedene Arten von weissen Blutkörperchen mit unterschiedlichen Aufgaben.

Die T-Lymphozyten organisieren dabei die Abwehr. Die Wächterzellen z.B. halten Wache. Sobald Eindringlinge entdeckt werden übermitteln diese via Botenstoffe Nachrichten an Fresszellen, B-Lymphozyten und weitere an der Immunabwehr beteiligte Zellen. Die B-Lymphozyten bilden dann spezifische Antikörper. Diese Antikörper kleben die Eindringlinge zusammen. Die Makrophagen schliesslich fressen die Eindringlinge auf.

Die Abwehrzellen sind bevorzugt an Darm und Atemwegen anzutreffen, dort wo der Kontakt zur „Aussenwelt“ stattfindet.

Bei den Abwehrzellen gibt es die sogenannten Gedächtniszellen, die Informationen vergangener Angriffe auf das Immunsystem speichern. Tritt das Immunsystem erneut mit denselben „Angreifern“ in Kontakt, reagieren die Abwehrzellen umgehend mit Antikörpern, den sogenannten IgG-Antikörpern (Immunglobuline der Klasse G). Diese sind erst ca. 3 Wochen nach durchgemachter Infektion nachweisbar und werden als einzige Immunglobuline über den Blutkreislauf der Mutter an das ungeborene Kind weitergegeben. Sie geben dem Neugeborenen einen wichtigen Infektionsschutz, da es noch nicht über ein eigenständiges und vollfunktionstüchtiges Immunsystem verfügt.

Bei einer akuten Infektion oder Erstinfektion werden die IgM-Antikörper gebildet. Diese sind besonders wirksam bei Viren und Parasiten (Tropen).

IgE-Antikörper sind im Blut nur in geringer Konzentration vorhanden. Sie sind vor allem für allergische Reaktionen zuständig und stehen mit dem Histamin (ein Botenstoff der am Entzündungsgeschehen beteiligt ist) in Verbindung.

Für die örtliche Abwehr in den Schleimhäuten (Speichel, Magen-Darm-Trakt, Lungen, Augen) sind die IgA-Antikörper zuständig. Ausserdem werden sie über die Brustdrüse in die Muttermilch abgegeben und schützen so das Neugeborene.

Als letztes gibt es noch die IgD-Antikörper, welche in sehr geringen Mengen im menschlichen Körper vorkommen und hauptsächlich der Signalübertragung bei der Immunabwehr dienen.

Im Stressstoffwechsel kommt es nun zu Verschiebungen der oben genannten Mechanismen.

Gerät das Hormonsystem durch die Einwirkung von Stress aus dem Gleichgewicht, wird auch das Immunsystem beeinträchtigt. Ein geschwächtes Immunsystem hält wiederum den Stressstoffwechsel aufrecht- ein Teufelskreislauf entsteht.

Die Stresshormone können die Immunabwehr unter- oder überaktivieren. Schütten die Nebennieren vermehrt Kortisol aus, hilft dieses dem Körper in Zeiten von ausserordentlichem Stress das Immunsystem zu unterdrücken. Nimmt der Stress ab und das Kortisol sinkt, wird ein Mensch, der über längere Zeit nie krank war oder nur mit bakteriellen Infekten zu kämpfen hatte, plötzlich krank.

Folgen eines aus dem „Ruder“ gelaufenen Immunsystems können sein:

  • Nahrungsmittelallergien

  • Intoleranzen

  • Hautkrankheiten

  • chronische Infekte

  • Erschöpfung

  • Stimmungsschwankungen

  • Kopfschmerzen

  • Schlafstörungen, uvm.

Wird der Stoffwechsel reguliert erholt sich das Immunsystem oftmals von alleine. Sollte dies nicht der Fall sein, muss man zusätzlich spezifische Massnahmen ergreifen, die das Immunsystem unterstützen. Diesbezüglich sollten dann weitere Test erfolgen (Virenlast, Bakterienlast, Leakygut).

Annic Scholer

078 919 68 79

annic.scholer@gmail.com

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