Haarmineralanalyse - Was bedeuten die Ratios?

Aktualisiert: März 25


Mit den Verhältnissen der Haaranalyse kann ich u.a. herausfinden welcher Stoffwechseltyp (schnell oder langsam) ich bin, wie ich mit Stress umgehen kann (z.B. immer gestresst, Kampf- oder Flucht-Syndrom), wie meine Schilddrüse arbeitet (z.B. Müdigkeit, Gehirnnebel, träge Verdauung, Gewichtsprobleme), wie es mit meinen Hormonen aussieht (z.B. PMS, hormonelles Ungleichgewicht) oder meiner Nebenniere (z.B. ständige Müdigkeit, Erschöpfungs-zustände), ob ich Probleme mit dem Blutzucker habe (denken Sie an Hunger, Laune, Energietiefs während des Tages) und wieviel Sauerstoff ich transportieren kann.

STOFFWECHSELTYP (KALZIUM:PHOSPHOR-VERHÄLTNIS)

In der Haaranalyse wird der Stoffwechseltyp anhand des Ca/P-Verhältnisses (Kalzium:Phosphor) bestimmt, das das Gleichgewicht des autonomen Nervensystems anzeigt. Ein niedriges Ca/P-Verhältnis entspricht einer Sympathikus-Dominanz oder einem schnellen Typ (denken Sie an den Kampf- oder Fluchtmodus), und ein hohes Ca/P-Verhältnis entspricht einer Parasympathikus-Dominanz oder einem langsamen Typ (denken Sie an die Ruhe- und Entspannungsphase). Im Allgemeinen haben Frauen die Tendenz, langsame Stoffwechseltypen zu sein, während Männer häufiger schnell sind. Das ist jedoch nicht immer der Fall.

Das ideale Ca/P-Verhältnis liegt bei 2,6. Wenn das Verhältnis aus dem Gleichgewicht ist, bedeutet das, dass man daran arbeiten muss, die Kalzium- und Phosphoraufnahme entsprechend zu optimieren.

Ca/P-Verhältnis

Ideales Verhältnis: 2,6

Bereich: 1.8-3.6

STRESS-VERHÄLTNIS (NATRIUM:KALIUM-VERHÄLTNIS)

Das Stressverhältnis ist eine gute Möglichkeit, die Gesamtvitalität zu beurteilen.

Das ideale Verhältnis zwischen Natrium- und Kaliumspiegel sollte etwa 2,4:1 betragen, mit einem akzeptablen Bereich zwischen 1,4-3,4. Natrium und Kalium reagieren sehr empfindlich auf die Stadien von Stress sowie auf Entzündungen. Diese Mineralien helfen auch bei der Darstellung von Hormonen der Nebennierenrinde (insbesondere Aldosteron, das die Natriumretention beeinflusst) und der Nierenkontrolle.

Indem man den Natrium- und Kaliumspiegel optimiert, kann man die Widerstandsfähigkeit des Körpers gegenüber Stress erhöhen.

Na/K-Verhältnis

Ideales Verhältnis: 2,4:1

Bereich: 1.4-3.4


SCHILDDRÜSENVERHÄLTNIS (KALCIUM:KALIUM-VERHÄLTNIS)

Es braucht ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Kalzium und Kalium, um eine optimale Schilddrüsengesundheit aus der Mineralienperspektive zu unterstützen. Der übliche Lebensstil verstärkt führt oftmals dazu, dass der Kalziumspiegel zu hoch ist (oft durch die Einnahme von zu viel Vitamin D) und der Kaliumspiegel zu niedrig (oft durch Stress, Diäten und den Verzehr verarbeiteter Lebensmittel). Dadurch gerät das Schilddrüsenverhältnis ganz aus dem Gleichgewicht. Kalzium verlangsamt die Abläufe im Körper, wenn man zuviel davon hat, aber hohe Kalziumwerte sind heute aufgrund der Vitamin-D-Supplementierung alltäglich. Kurz gesagt, es kommt oft nicht vom Essen von zu viel kalziumreicher Nahrung, sondern ist ein Produkt der Vitamin-D-Supplementierung. Vitamin-D-Supplemente bringen den Darm dazu, mehr Kalzium aus der Nahrung aufzunehmen, als er es sonst tun würden. Die noch schlimmere Supplement-Kombination wäre die gleichzeitige Einnahme hoher Mengen an Vitamin D und Kalzium.

Laut Trace Element Lab "wird die hemmende Wirkung von Kalzium auf die Schilddrüse schon seit dem letzten Jahrhundert vermutet, aber neuere Studien haben ihre Auswirkungen bestätigt. Es ist bekannt, dass Kalzium die Schilddrüsenaktivität vermindert und dass die Kalziumabsorption bei einer Schilddrüseninsuffizienz erhöht ist. Man geht davon aus, dass auch Vitamin D aufgrund seiner engen, synergistischen Beziehung zu Kalzium zu einer verminderten Schilddrüsenfunktion beiträgt.“


Ca/K-Verhältnis

Ideales Verhältnis: 4,2:1

Bereich: 2,2-6,2


HORMONVERHÄLTNIS (ZINK:KUPFER-VERHÄLTNIS)

Ein ideales Zink/Kupfer-Verhältnis liegt bei etwa 8:1, obwohl auch Verhältnisse zwischen 8-12 als akzeptabel angesehen werden. Zink- und Kupferspiegel werden stark von den Hormonen Östrogen, Progesteron und Testosteron beeinflusst, wobei Östrogen eng mit dem Kupferspiegel verbunden ist. Zink ist ein sehr wichtiger Bestandteil für die Progesteron- und Testosteronproduktion.

Wenn man seinen Zink- und Kupferspiegel kennt, kann man dem Körper die entsprechende mineralische Unterstützung geben, die er braucht, um das hormonelle Gleichgewicht auf der grundlegendsten Ebene zu unterstützen - das heißt, man stellt sicher, dass der Körper alle Rohstoffe hat, um ihn und seinen natürlichen Wunsch nach hormoneller Gesundheit zu unterstützen.

Zn/Cu-Verhältnis

Ideales Verhältnis: 8:1

Bereich: 4-12


NEBENNIERENVERHÄLTNIS (NATRIUM:MAGNESIUM-VERHÄLTNIS)

Beim Natrium/Magnesium-Verhältnis dreht sich alles um die Nebennierenregulation. Natrium wird durch Nebennierenhormone reguliert, während Magnesium unter der Stressreaktion stark verbraucht wird, was eine Momentaufnahme Ihrer Nebennierengesundheit aus der Mineralienperspektive darstellt.


Na/Mg-Verhältnis

Ideales Verhältnis: 4:1

Bereich: 2-6


BLUTZUCKER-VERHÄLTNIS (KALZIUM:MAGNESIUM-VERHÄLTNIS)

Die Nebenschilddrüse und die Schilddrüse regulieren zusammen mit dem Östrogen weitgehend den Kalzium- und Magnesiumspiegel. Ein niedriges Ca/Mg-Verhältnis deutet auf einen niedrigen Insulinspiegel hin, während ein hohes Ca/Mg-Verhältnis auf eine Dominanz der Nebenschilddrüsenhormone hinweisen kann.

Ca/Mg-Verhältnis

Ideales Verhältnis: 7:1

Bereich: 3-11


EISENMANGEL/SAUERSTOFFTRANSPORT (EISEN:KUPFER—VERHÄLTNIS)

Diese Verhältnis gibt Auskunft über die Fähigkeit des Körpers Sauerstoff zu transportieren und ob ein Eisenmangel vorliegt oder nicht.




Mehr dazu...