• Annic Scholer

Die Schilddrüse

Die Schilddrüse ist ein ganz wichtiges Organ für unseren Energiehaushalt.

Sie ist dafür zuständig unseren Grundumsatz* zu steigern und dafür, dass die Energie, die dem Körper zur Verfügung steht, in Wärme umgewandelt und alle Körpersysteme damit versorgt werden. Dieser Prozess funktioniert nur einwandfrei wenn sie gesund ist. Für eine gesunde Schilddrüse braucht es gesunde Nebennieren. Sobald diese geschwächt sind, funktioniert auch die Schilddrüse nicht mehr richtig und wir geraten in eine Unterfunktion (diese kommt viel häufiger vor als die Überfunktion). Die Schilddrüse beginnt weniger Schilddrüsenhormone herzustellen. Sie passt sich sozusagen dem Energiehaushalt bzw. dem langsamen Stoffwechsel an. Aus Sicht des Körpers macht es für die Schilddrüse keinen Sinn den Grundumsatz und somit den Energieverbrauch zu steigern, wenn die Nebennieren dem Körper signalisieren, dass nicht genügend Energie vorhanden ist. Der Körper drosselt seine Schilddrüsenleistung bewusst herunter um gewisse Energiedefizite zu kompensieren.

Dazu kommt, dass er sich mit der Umwandlung der Schilddrüsenhormone vom weniger aktiven (T4) zum aktiveren (T3) - welches auch direkt von der Schilddrüse produziert wird aber in geringerem Masse - zurückhält. Dafür sind die Stresshormone Kortisol und Adrenalin verantwortlich.

In der Schulmedizin wird diesem Mechanismus mit der Gabe von Schilddrüsenhormonen entgegengewirkt. Dadurch funktioniert die Schilddrüse aber nicht richtig, im Gegenteil, sie fährt ihre Produktion noch mehr herunter.

Da dem Körper mit der Gabe der Hormone vorgemacht wird, dass genügend Energie vorhanden ist, reduziert die Schilddrüse ihre Aktivität um so mehr, damit die Energie nicht ins unermessliche gesteigert wird, denn sonst könnte aus einer Unterfunktion eine Überfunktion werden und der Körper ausbrennen.

Die alleinige Gabe von (T4 - Thyroxin) hat sich in der Schulmedizin oftmals nicht bewährt. Das (T4) ist eine Art Depothormon. Es reichert sich im Körper an und kommt erst aus den Depots raus, wenn dieses wieder abgesetzt wird. Hat der Körper zu wenig Energie auf Zellebene wandelt er dieses nicht in (T3) um. Das Resultat sind grosse Mengen an (Reverse-T3), welches durch dir Ähnlichkeit zum (T3) dessen Rezeptoren blockiert.

Heute wird deshalb häufig auf die Gabe von (T3) oder eine Kombination aus beiden zurückgegriffen, was aber öfters auch nicht zum gewünschten Erfolg führt.

Neben den Nebennieren ist es für eine gute Schilddrüsenleistung wichtig die Leber zu unterstützen. Sie spielt eine grosse Rolle bei deren Gesundheit. Ist die Leber überlastet, hat das Auswirkungen auf die Schilddrüse. Ebenso ein zu viel an Östrogen (Pille).

Weitere Faktoren die, die Schilddrüse beeinflussen sind Stressoren auf seelischer Ebene.

Hängt doch die Schilddrüse oft mit Abgrenzungsproblemen (nicht „Nein“ sagen zu können) und gespeicherten Aggressionen und Frustration zusammen („ich kann“, „ich darf“, egal, was die anderen denken).

Werte bei der Testung der Schilddrüse:

Der Arzt misst in der Regel die Schilddrüsenhormone (T4) und (T3) sowie den TSH-Wert.

Auch wenn die Werte im Blut noch im Normbereich liegen, können sich bereits Symptome einer Unterfunktion oder auch Überfunktion zeigen, da auf zellulärer Ebene bereits ein Mangel oder Überschuss besteht. Auch hier ist wiederum oftmals ein erhöhtes Kalzium im Gewebe beteiligt. Dieses erschwert den Transport der Schilddrüsenhormonen durch die Zellmembran (verkalkt). Der Körper produziert dann mehr Schilddrüsenhormone, damit er mehr durch die Zellmembran schleusen kann. In diesem Fall kann die Person in einer Unterfunktion (Müdigkeit) sein und trotzdem Symptome (Angst) einer Überfunktion haben.

Nicht selten findet man bei Menschen mit Schilddrüsenproblemen Antikörper (TPO, TAK, TRAK), was für eine Hashimoto thyroiditis spricht. Werden Antikörper gebildet handelt es sich um einen Autoimmunenprozess, der Körper greift sich bzw. die Schilddrüse selber an.

Auch hier ist es ganz wichtig die seelischen Stressoren miteinzubeziehen.

Symptome einer Schilddrüsenunterfunktion:

  • Müdigkeit

  • Klossgefühl im Hals

  • Trockene Haut und Haare

  • Haarausfall

  • Gewichtszunahme

  • Trägheit

  • Wassereinlagerungen

  • Schlafstörungen

  • Verminderte Libido

  • Kalte Extremitäten und Kälteempfindlichkeit

  • erhöhte Cholesterinspiegel

*Der Grundumsatz ist nicht zu verwechseln mit dem Stoffwechsel. Der Grundumsatz bedeutet wie viel Energie verbrauche ich - verbrauche ich viel, habe ich einen hohen Grundumsatz, verbrauche ich wenig, habe ich einen niedrigen Grundumsatz. Der Stoffwechsel hingegen bedeutete wie viel Energie stelle ich her und was passiert damit - habe ich einen langsamen Stoffwechsel, steht mir wenig Energie zur Verfügung, habe ich einen schnellen Stoffwechsel steht mir viel Energie zur Verfügung.

Annic Scholer

078 919 68 79

annic.scholer@gmail.com

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