Alternative Stresshormone - Östrogen und Serotonin und ihr Einfluss auf Stimmung und Alterung

Aktualisiert: Juni 16

Wirksame Behandlungen und Heilmittel für eine Vielzahl von Problemen wie Depressionen, Ängste, Aggressionen, PMS, Entzündungen, Demenz, Bewegungsstörungen,

Bluthochdruck, Fortpflanzungsstörungen, Immunschwäche und

Tumoren, etc. werden leider auch heute von der Schulmedizin noch immer ignoriert.


Es ist noch nicht lange her, da wollte man unbedingt die Präzision von Diagnosen verbessern. Die westliche Medizin wollte erreichen, dass jede Art von Infektion, von Krebs, alle neurologischen und psychiatrischen Probleme von einander unterschieden werden, damit eine spezifische und effektive Behandlung für jedes definierte Krankheitsbild entwickelt werden kann.

Zur gleichen Zeit aber fand die Biologie Gemeinsamkeiten zwischen den einzelnen Krankheitsbildern und Diagnosen. Vor allem in deren Ursprung.


„Stress“ und die daraus folgenden Verschiebungen im Energiesystem auf Zellebene (siehe auch allgemeines Anpassungssyndrom) als zentrale Ursache aller Krankheitsbilder.


Die bekanntesten Stresshormone sind Adrenalin (kurzfristig) und Cortisol (langfristig). Es gibt aber noch andere, die im Körper vermehrt ausgeschüttet werden sobald Stress vorhanden ist. Dazu gehören Östrogen, Prolaktin und auch Serotonin.

In der Schulmedizin wird die Natur von Östrogen und Serotonin oft nur isoliert oder oberflächlich dargestellt und verstanden. Es wird nicht in Kontext der Symptomatik gestellt.


Unter Stress werden primitive Funktionen und biochemische Prozesse aktiviert, die zum Überleben beitragen, indem sie kurzfristig neues Wachstum stimulieren. Bei lang anhaltenden Stress, wird allerdings das System heruntergefahren. Auch wenn von aussen nicht die Gefahr von Hungersnot droht, sind die Nebennieren ständig aktiv damit der Blutzucker stabil bleibt.

Sind die Nebennieren überaktiv, fährt die Schilddrüse ihre Funktion herunter, damit nicht noch mehr Energie verbraucht wird. Energie, die gar nicht mehr vorhanden ist. Die Körpertemperatur sinkt (vgl. Winterschlaf von Tieren), die Verdauung und Fortpflanzung werden unterdrückt.

Langanhaltender Stress kann unsere Natur verändern. Unsere energetisch teuren, hochentwickelten Strukturen und Funktionen im Gehirn, die es uns ermöglichen zu spielen, phantasieren, neugierig zu sein, zu erforschen, zu lernen, können dadurch dauerhaft unterdrückt werden.


Überschüsse an Adrenalin, Östrogen, Serotonin und Kortisol werden durch Stress induziert und sind weitgehend verantwortlich für diese manchmal adaptiven, aber unangenehmen Veränderungen in unserer Natur. Wenn der Stress oder die übermässige Belastung durch diese Hormone früh im Leben auftritt, kann dies schon früh zu erheblichen Einschränkungen und Defiziten, wie auch Entwicklungsstörungen führen.


Östrogen und Serotonin sind sehr primitive Regulationsstoffe, und beide neigen dazu, die Produktion von Kortisol zu erhöhen. Östrogen ist sehr eng mit dem Serotonin-System verknüpft; zum Beispiel aktiviert Östrogen das Enzym, das Tryptophan in Serotonin umwandelt (während Progesteron die Umwandlung hemmt) und Serotonin hat viele ähnliche Wirkungen wie Östrogen.


Kortisol ist ein kataboles Hormon und baut Zellen ab. Es beschleunigt den Alterungsprozess, baut Muskeln ab, führt zu Fetteinlagerung vor allem in der Bauchregion und zur Entgleisung des Stoffwechsels. Im Bauchfett lagert sich dann gerne das Östrogen ein.

Das Altern ähnelt sehr dem Cushing-Syndrom, einem Zustand, bei dem Kortisol

übermässig produziert wird, ohne die normalen Stressreize. Auch im

Alter nimmt die Fähigkeit ab, die Kortisolproduktion zu regulieren. Es kommt zur Gewichtszunahme, zu Schlafstörungen, zu Diabetes (Blutzuckerentgleisung), zum Muskelabbau, zur Veränderung der Stimmung und zu vielem mehr.

Ist der Blutzucker entgleist, gelangen nicht mehr genügende Mengen an Glukose in die Zellen. Dies bedeutet Hunger. Hunger aktiviert wiederum die Nebennieren und erhöht die Menge an Adrenalin, Östrogen und auch Serotonin. Die Gegenspieler Progesteron und Schilddrüsenhormone brauchen einen stabilen Blutzucker, damit sie wirksam arbeiten können.


Beim Muskelabbau wird ein Teil des Trypotphans aus den Muskelproteinen in Serotonin umgewandelt. Wie auch Melatonin kann Serotonin die Fortpflanzung stören. Seine Wirkung in den Eierstöcken und im Gehirn führen zu einer Östrogendominanz und zur Unterdrückung des Progesterons. Östrogen wiederum verschiebt den Tryptophan-Stoffwechsel in Richtung Serotonin und somit zu, einer Serotonindominanz.

Diese Wechselwirkungen bedeuten, dass wir, wenn wir einmal in den energiearmen Zustand eingetreten sind, dazu neigen in diesem Zustand gefangen zu sein.

Die kommerziell-medizinische Mythologie von Serotonin wurde benutzt, um

die Östrogen-Mythologie zu verstärken, und umgekehrt. Es hat mehr als 100 Jahre gedauert, bis auch nur ein Teil der westlichen Medizin erkannt hat, dass Östrogen ein Stresshormon und krebsfördernd ist.

Sowohl Östrogen als auch Serotonin können Hirnschäden, Depressionen, Aggressionen, Bewegungsstörungen, weitreichende Störungen des endokrinen Systems und schnelleres altern verursachen. Therapien für jedes dieser Probleme sollten beide Faktoren berücksichtigen, denn weder ein Östrogenüberschuss noch ein Übermass an Serotonin kann adäquat reguliert werden, ohne dass beide Systeme berücksichtigt werden.


Dazu brauch es eine gut funktionierende Schilddrüse und einen adäquaten Progesteronspiegel. Dies ist aber nur möglich, wenn die Nebennieren reguliert sind und der Blutzucker stabil ist.

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Referenzen:


http://raypeat.com/articles/articles/serotonin-disease-aging-inflammation.shtml

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30027295/

http://raypeat.com/articles/articles/estrogen-age-stress.shtml

https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/0047637480900627

https://www.jneurosci.org/content/21/5/1532.short

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/19559077/