Adrenalin - was passiert wenn es zum Dauerbegleiter wird?

Adrenalin sorgt dafür, dass wir in sekundenschnelle auf eine Gefahr reagieren können. Die Reaktion ist bekannt als Kampf- oder Fluchtreaktion. Das Gehirn versetzt uns mit Hilfe einer Reihe von Botenstoffen in Alarmbereitschaft. Das Herz schlägt schneller, der Blutdruck steigt, der Atem beschleunigt sich, somit wird der Körper mit zusätzlichem Sauerstoff versorgt. Damit dem Gehirn und den Muskeln mehr Energie zur Verfügung steht, stellt die Leber Zucker aus den Glykogenspeichern zur Verfügung. Das sympathische Nervensystem ist aktiviert. Gleichzeitig werden alle nicht überlebenswichtigen Systeme des paarsympathischen Nervensystems wie die Verdauung, Fortpflanzung und Immunsystem herunterreguliert. Wir empfinden keinen Hunger, keine Müdigkeit, keine Lust.

Früher war dieser Mechanismus für uns Menschen überlebenswichtig, mussten wir uns doch in der Natur vor angreifenden Raubtieren schützen. Auch heute hilft uns dieser Mechanismus in gewissen Situationen und rettet uns vor Gefahren, wie z.B. im Strassenverkehr.

Doch leider ist es heute so, dass unser Lifestyle dieses System viel zu schnell oder dauerhaft aktiviert, was gesundheitliche Folgen haben kann, denn wird die Energie nicht abgebaut (z.B. Sport) gerät das System aus der Balance. Die Probleme die daraus resultieren können sind vielfältig und scheinen auf den ersten Blick gar nichts mit einer Andrenalindominanz zu tun zu haben.

Mehr dazu ist im Buch von Michael Platt „ Adrenalindominanz erfolgreich behandeln“ zu finden. Er erläutert die Auswirkungen von Adrenalin auf den Körper.


Nicht zu verwechseln ist die Adrenalindominanz mit der Schilddrüsenüberfunktion. Die Symptome können sehr ähnlich sein, allerdings halten Schilddrüsenüberfunktion nur in seltenen Fällen dauerhaft an, oftmals sind diese medikamentös induziert oder nur von kurzer Dauer (Hashimoto).


Gleiche Symptome:

  • Rastlosigkeit, Ruhelosigkeit

  • Nervosität, Überforderung

  • Gewichtabnahme

  • Schlafstörungen

  • Herzrasen, Herzklopfen

  • Schwitzen

  • Panikattacken

  • Herzenge


Kommen untenerwähnte Symptome dazu, handelt es sich um eine Adrenalindominanz oder und eine Schilddrüsenunterfunktion, denn sehr häufig kompensiert der Körper eine verminderte Leistung der Schilddrüse mit einem Adrenalinüberschuss.

  • Kalte Hände und Füsse, kalte Nasenspitze

  • Frieren

  • Übergewicht (möglich), Schwierigkeiten beim Abnehmen

  • Anfallsartiges Auftreten der obigen Symptome

  • Beschwerden treten am Morgen nach dem Aufwachen oder in der Nacht auf

  • Erschöpfung trotz Ruhelosigkeit

  • Symptome können sich durch Sport oder Essen (Zucker) kurzzeitig bessern

  • Niedrige Körpertemperatur

  • Konzentrationsprobleme

  • Schwäche Gefühl

  • Zittern

  • Nicht weinen können, obwohl wir traurig sind

  • Tunnelblick

  • Lustlosigkeit